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Ein Fall für Zwei

Oberstaudach

Klaus Brandstätter
Staudach 27
A-6370 Kitzbühel

Jetzt reservieren+43 664 2541773

Zwei Landwirte, zwei verschiedene Höfe, einer Philosophie. Paul Aschaber und Klaus Brandstätter haben sich ganz ihren Jura-Schafen verschrieben und sind damit eine Ausnahmeerscheinung in Tirol.

10.01.2017 - Etwas versteckt, kurz hinter Kitzbühel liegt der Hof von Klaus Brandstätter. Eigentlich heißt er ja Oberstaudach, aber das sagt fast keiner mehr. Klaus ist Tischlermeister und das ein sehr guter. Gemeinsam mit seinem Sohn Simon betreibt er die Möbeltischlerei Brandstätter. Wie er zu seinen Schafen kam, das ist eine eigene Sache: „Meine Großmutter hat den Hof 1929 gekauft und wie es damals üblich war, mit vorwiegend Milchkühen bewirtschaftet. Seit dem ist der Betrieb in Familienbesitz. Als mir mein Vater vor 30 Jahren den Hof übergab, war für mich klar: keine Kühe. Diese wären sich rein zeitlich auch gar nicht neben meinem Beruf ausgegangen – so hama dann auf die Schafzucht umgestellt. Auch der Dati hat meine Entscheidung von Anfang an mitgetragen.“ Für Klaus war es aber die einzig richtige Entscheidung. Besonders hier heroben, an den steilen Hängen, wo die wolligen Tiere einfach praktischer und schonender für Wiese und Umwelt sind.

Paul Aschaber ist es ähnlich ergangen. Teilzeit Golfplatz-Betreuer und Vollzeit-Schafzüchter. Auch er hat seinen elterlichen Hof umgestellt und sich wie Klaus auf das Juraschaf spezialisiert. „Unsere Schafl sand gutmütige Tiere, mit einem sehr guten Mutterinstinkt und Herdenzusammenhalt. Des is wichtig und zeigt, dass sie sich wohl fühlen. Auch ein Widder darf bei den ‚Mädls‘ sein, da wird dann das ein oder andere Mal schon heftig geflirtet“, lacht Paul.

Beide Landwirte sind eine Ausnahmeerscheinung in Tirol, denn sie gehören zu nur vier Züchtern landesweit, die sich der Zucht von Juraschafen verschrieben haben. „Aber die Zahlen wachsen, und das freut uns“, so Klaus Brandstätter. Er und Paul haben zusammen insgesamt an die hundert Schafe. Von der Geburt bis ins hohe Schafalter leben die Tiere die meiste Zeit auf der Wiese. Im Winter dürfen sie sich über einen warmen Stall und frisches Heu freuen. So ergibt sich auch das Futter – im Sommer Gras und im Winter Heu. Das wie uns Klaus erklärt, durch seine Kräuter ein ganz besonderer Energiebringer für die Tiere ist.

Für die Lammwoche, haben die KochArt Wirte einige Lämmer bei Klaus und Paul bestellt. „Besonders die hervorragende Marmorierung wissen wir zu schätzen“, so Jürgen Stelzhammer vom Gasthof Hallerwirt. Viel Lob haben die Schafzüchter schon erhalten. „Letztes Jahr, hat mich ein KochArt Wirt angerufen, den ich überhaupt nicht gekannt habe, und hat sich bei mir für die hervorragende Qualität bedankt. Des hot mi dann richtig gefreut“, strahlt Klaus. Aber nicht nur das Fleisch, das direkt in Kitzbühel bzw. am Hof von Paul vermetzgert wird, verkaufen die beiden, sondern auch Lammfelle und Wolle, die zum Spinnen, Filzen oder als Dung verwendet werden kann. „Der Kreislauf und der biologische Fußabdruck macht’s, deshalb gefällt uns die KochArt so, die nehmen nicht nur die Edelteile, sondern verarbeiten das ganze Tier, so soll es sein!“ Sind sich die beiden einig.

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